Sabine Brackmann, Geschäftsführerin der „Häusliche Krankenpflege Sabine Brackmann GmbH“ und bpa-Mitglied in Oranienburg, ist als ehemaliges Mitglied des bpa-Landesvorstands für die Qualitätszirkelarbeit zuständig. Sie nahm zusammen mit Pflegekräften und Leitungspersonen aus acht Einrichtungen in Brandenburg vom 18. bis 20. Februar 2026 an einer Lernreise zu Pflegepraxiszentren (PPZ) am Johannesstift Berlin und in Nürnberg teil. Ziel war es, sowohl technische als auch organisatorische Entlastungsmöglichkeiten im Pflegealltag kennenzulernen und gemeinsam zu reflektieren.
Die Lernreise wurde von „tamen – Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt“ im Rahmen des Projekts ‚Starke Pflege durch Organisationsentwicklung, Chancengleichheit und Kompetenzerwerb‘ (SPOCK)* organisiert. Tamen organisiert auch Workshops und Fachveranstaltungen.

Sabine Brackmann (rechts) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Lernreise zu Pflegepraxiszentren in Berlin und Nürnberg
„Der Besuch des Pflegepraxiszentrums brachte uns vielfältige Informationen und Anregungen“, sagte Sabine Brackmann. „Das PPZ ist Teil des bundesweiten Clusters ‚Zukunft der Pflege‘ und bietet weit mehr als eine klassische Präsentation neuer Technologien.“
Die praktische Erprobung habe sich als besonders wertvoll erwiesen. So konnten Exoskelette getestet werden, die Pflegekräfte beim Heben und Umlagern unterstützen und dadurch Rücken sowie Gelenke entlasten. Ebenso interessant waren intelligente Betten, die Patientinnen und Patienten automatisch umlagern und so einen wichtigen Beitrag zur Dekubitusprophylaxe leisten können. Ergänzt wurde das Spektrum u.a. durch Aktivierungs- und Vibrationskissen, die sowohl zur Stimulation als auch zur Beruhigung eingesetzt werden können.
Neben den technologischen Einblicken habe der kollegiale und qualitative Austausch unter den Teilnehmenden eine zentrale Rolle gespielt. Fragen wie „Wo gibt es bereits praktische Erfahrungen?“, „Welche Technologien werden schon eingesetzt?“, „Was funktioniert gut?“ oder „Welche Voraussetzungen und Hürden sind zu beachten?“ seien intensiv diskutiert worden. „Diese Gespräche ermöglichten es, die Innovationen nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern in den eigenen beruflichen Kontext einzuordnen“, so Brackmann.
Ihr Fazit: Diese Lernreise zeigte deutlich, dass technisches Interesse allein nicht ausreicht, um Innovationen erfolgreich in der Pflege zu implementieren. Ebenso notwendig sind eine klare strategische Ausrichtung, organisatorische Vorbereitung sowie kontinuierliche Reflexionsprozesse im Team. Insgesamt war die Reise ein großer Erfolg. Abseits des beruflichen Alltags gelang es, Raum für Austausch, Inspiration und Veränderungen zu haben.
Ihr besonderer Dank gelte dem Team von tamen sowie der engagierten Begleitung durch Sigrid Wölfing, Isabel Kozma und Michael Hacker, die maßgeblich zum Gelingen dieser Lernreise beigetragen haben, so Sabine Brackmann.
*SPOCK wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.