News der bpa.Landesgruppe Hessen

Ausbau der Pflegeschulstandorte in Hessen

Zusätzliche Ausbildungskapazitäten entstehen

Die apm erweitert ihr bundesweites Schulnetz und wächst bis 2026 auf insgesamt 37 Pflegeschulen in Deutschland. Auch Hessen profitiert von diesem Ausbau. Neben den bestehenden Standorten in Gießen (seit 2021), Bad Nauheim (seit 2023) und Darmstadt (seit 2025) soll ab Oktober 2026 ein weiterer Schulstandort in Kassel hinzukommen.

Mit der zusätzlichen Schule in Nordhessen werden die regionalen Ausbildungskapazitäten erweitert. Für Pflegeeinrichtungen bedeutet dies vor allem kürzere Wege zwischen Theorie und Praxis sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Gewinnung von Auszubildenden im unmittelbaren Einzugsgebiet. Angeboten werden die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann sowie die Ausbildung in der Altenpflegehilfe; ab 2027 ist zudem die Pflegefachassistenz vorgesehen. Ergänzend sollen an den Schulstandorten Praxisanleitertreffen und Fortbildungsangebote für Kooperationspartner angeboten werden.

Eröffnung der apm Pflegeschule 2025 in Darmstadt (von links): Stefan Nolte (Geschäftsführer der apm Süd GmbH) und Annika-Marina Fuchs (Schulleitung apm Pflegeschule Darmstadt) sowie Schülerinnen und Schüler des ersten Ausbildungskurses.

Der bpa Hessen begrüßt die Gründung weiterer Pflegeschulstandorte ausdrücklich. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels ist jede zusätzliche Ausbildungskapazität ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Versorgungsstrukturen. Mehr Schulplätze allein lösen die Personalengpässe nicht, sie sind jedoch eine notwendige Voraussetzung, um mehr Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen und im Beruf zu halten.

Entscheidend bleibt aus Sicht des bpa, dass die praktische Ausbildung in den Einrichtungen verlässlich refinanziert und organisatorisch leistbar bleibt. Mit Blick auf steigende Anforderungen – etwa durch neue Ausbildungsformate und die geplante Pflegefachassistenz – benötigen Träger Planungssicherheit, klare Rahmenbedingungen und eine enge Abstimmung zwischen Schulen, Einrichtungen und Kostenträgern.

Der Ausbau der Schulstandorte setzt somit ein wichtiges Signal für den Ausbildungsmarkt in Hessen. Nun kommt es darauf an, die zusätzlichen Kapazitäten in tragfähige Kooperationsstrukturen zu überführen und Ausbildung als gemeinsamen Auftrag von Schulen und Einrichtungen strategisch weiterzuentwickeln.