Mit dem Pflege-Azubi-Award 2026 rückt der bpa erneut junge Menschen in den Mittelpunkt, die sich aus Überzeugung für einen Pflegeberuf entschieden haben. Neu ist in diesem Jahr: Der Wettbewerb wächst über Schleswig-Holstein hinaus und öffnet sich erstmals auch für Auszubildende und Studierende aus Mecklenburg-Vorpommern. Damit sendet der Award ein starkes Signal in den Norden: Gute Pflege braucht engagierten Nachwuchs – und Nachwuchs braucht Sichtbarkeit.
Das Prinzip des Awards ist bewusst niedrigschwellig und nah an der Lebenswelt der jungen Menschen. Gesucht werden keine perfekten Lebensläufe und keine Einser-Zeugnisse, sondern persönliche Perspektiven auf einen Beruf, der gesellschaftlich unverzichtbar ist. Unter dem Motto „Deine Story, Deine Stimme, Dein Award“ können Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, was sie an ihrer Ausbildung bewegt, was sie an der Pflege schätzen und warum sie Botschafterinnen und Botschafter ihres Berufs sein wollen. Genau darin liegt die Stärke des Formats: Es lässt jene zu Wort kommen, die Pflege täglich lernen, erleben und gestalten.
Die Bewerbung läuft vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026. Wer mitmachen will, nimmt mit dem Smartphone ein rund 60-sekündiges Video auf und veröffentlicht es auf Instagram oder TikTok mit den Hashtags #PAA2026 oder #PflegeazubiAward. Zusätzlich soll eine Direktnachricht mit Namen und Link zum Beitrag an die AwardKanäle geschickt werden. Über die Gewinnerinnen und Gewinner der jeweiligen Bundesländer entscheiden anschließend in jedem Land eine FachJury mit Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Pflegeausbildung. Für die ersten drei Plätze sind 1.500 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro ausgelobt.
In Schleswig-Holstein übernimmt Ministerpräsident Daniel Günther erneut die Schirmherrschaft. Das unterstreicht, dass der Award längst mehr ist als ein Social-Media-Wettbewerb. Er ist auch ein öffentliches Zeichen der Anerkennung für eine Berufsgruppe, ohne die unsere alternde Gesellschaft nicht auskommt. Günther hebt zum Start der Bewerbungsphase hervor, dass die Pflege wertvoll und unersetzlich sei und öffentliche Anerkennung für motivierte Auszubildende deshalb wichtig bleibe. Mecklenburg-Vorpommern hat sich für ein Gesicht aus der Pflegepraxis entschieden. Hier wird der Praxisanleiter und Pflege-Influencer John Victor Lopes die Schirmherrschaftschaft für den Award übernehmen. Auch aus Sicht des bpa geht es um weit mehr als um einen Preis. Der Award setzt bewusst einen Kontrapunkt zu vielen verzerrten Bildern, die den Pflegeberuf in der öffentlichen Debatte oft einseitig darstellen. Statt Klischees stehen Motivation, Kreativität, Fachlichkeit und persönliches Engagement im Vordergrund. Das passt auch zu einer Entwicklung, auf die der bpa seit längerem hinweist: Viele Pflegekräfte bleiben ihrem Beruf über viele Jahre treu. Auch deshalb ist es so wichtig, junge Menschen nicht nur zu gewinnen, sondern ihnen früh Wertschätzung und eine öffentliche Bühne zu geben.
Dass der Award diese Wirkung entfalten kann, hat bereits der Rückblick auf 2025 gezeigt. In Kiel wurden im vergangenen Jahr Collien Marie Dahlmann und Nick Victor Höpcke von der Klinik Preetz ausgezeichnet; ihre Beiträge standen beispielhaft für Fachwissen, Kreativität und ein frisches, glaubwürdiges Bild von Pflege. Daran knüpft der Pflege-Azubi-Award 2026 nun an – größer, sichtbarer und erstmals länderübergreifend im Norden. Für den bpa ist das mehr als ein Wettbewerb: Es ist eine Einladung an eine neue Generation, ihre Stimme zu erheben und zu zeigen, was Pflege heute wirklich ist.
Weitere Infos zum Award finden Sie auf www.pflegeazubiaward.de und auf Instagram und TikTok (@pflegeazubiaward).
