Mit dem Projekt Berufs-Begleitung (ProBe), das am 1. Januar 2026 gestartet ist, geht Sachsen-Anhalt einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Pflege- und Gesundheitsversorgung. Initiiert vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und unterstützt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, zielt das Vorhaben darauf ab, mehr internationale Fachkräfte zu gewinnen und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ein entscheidender Akteur bei der Umsetzung ist der bpa, der als exklusiver Kooperationspartner neben dem DRK eingebunden werden soll. Damit unterstreicht der bpa einmal mehr seine zentrale Rolle bei der Stärkung der Pflegebranche und der praktischen Umsetzung von Lösungen gegen den Fachkräftemangel.
Das Projekt, das bis zum 31. Dezember 2028 läuft, setzt auf eine strukturierte und praxisnahe Unterstützung internationaler Auszubildender und Fachkräfte. Kern ist die sogenannte Berufs-Begleitung: Speziell eingesetzte Berufsbegleiterinnen und -begleiter unterstützen die Mitarbeitenden und die Einrichtungen im Alltag – etwa bei Behördengängen, Sprachfragen oder der sozialen Integration. Gleichzeitig profitieren Arbeitgeber von einer spürbaren Entlastung bei organisatorischen und bürokratischen Herausforderungen.
Inhaltlich gliedert sich „ProBe“ in drei flexible Säulen: die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte, die umfassende Unterstützung beim beruflichen und sozialen Ankommen sowie ein Serviceangebot für Einrichtungen und Beschäftigte in der Pflege- und Gesundheitsbranche. Diese modulare Struktur ermöglicht es, gezielt auf die Bedarfe der Einrichtungen einzugehen.
Hier kommt dem bpa eine besondere Bedeutung zu: Neben der strategischen Kooperation besteht eine zentrale Aufgabe des Verbandes darin, Pflegeeinrichtungen in der Region – insbesondere in Magdeburg sowie in den Landkreisen Altmark, Jerichower Land und Börde – aktiv für die Teilnahme am Programm zu gewinnen. Durch seine enge Vernetzung mit privaten Anbietern kann der bpa sicherstellen, dass die Angebote von „ProBe“ in der Praxis ankommen und effektiv genutzt werden. Zahlreiche bpa-Mitglieder haben während der Auftaktveranstaltung Interesse an dem Projekt bekundet und Termine mit den Berufsbegleitern vereinbart.

Nadine Stephan (DRK), Anja Girschik (bpa), Julia Streubel (DRK), Alexander Scheunpflug (bpa), Ministerin Petra Grimm-Benne, Katja Fischer (DRK)
Auch politisch wird das Projekt als wichtiger Baustein gesehen: Sachsen-Anhalt benötigt bis 2035 rund 24.000 zusätzliche Pflegekräfte. Ministerin Petra Grimm-Benne betonte, dass internationale Fachkräfte ein wesentlicher Teil der Lösung sind – vorausgesetzt, sie erhalten verlässliche Unterstützung beim Ankommen. Genau hier setzt „ProBe“ an.
Für die Mitglieder des bpa bietet das Projekt einen besonderen Mehrwert: Die Teilnahme ist weitgehend kostenfrei und eröffnet konkrete Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung und Integration. Damit stärkt der bpa nicht nur seine Mitgliedseinrichtungen, sondern trägt aktiv dazu bei, die Pflegeversorgung im Land langfristig zu sichern.
Das Projekt zeigt deutlich, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Trägern und Politik tragfähige Lösungen entstehen können. Der bpa nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein – als Vermittler, Multiplikator und Interessenvertretung der privaten Pflegeanbieter vor Ort.
