News der bpa.Landesgruppe Sachsen

Politik hört zu

Austausch mit der Pflegepraxis des bpa

Der Vorstand der bpa-Landesgruppe hat auf seiner Klausurtagung im Februar dieses Jahres verabredet, die Wirksamkeit der Verbandsthemen zu erhöhen und sich regelmäßig bei allen politischen Landesvertretern Gehör zu verschaffen. 

Den Auftakt machte ein intensiver Austausch mit Jessica Steiner. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin mit langjähriger Berufserfahrung in Leipziger Krankenhäusern und auch in England, jüngste Leipziger Stadträtin (2014) ist seit 2024 Mitglied und pflegepolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag. Dem schloss sich ein Gespräch mit Simone Lang, Krankenschwester, Trauertherapeutin mit Berufserfahrung im Krankenhaus und einer Arztpraxis sowie als Koordinatorin in einem Hospiz und seit 2014 Mitglied für die SPD im sächsischen Landtag, an. 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen aus der Praxis: Finden wir künftig Menschen, die bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen? Wie kann sichergestellt werden, dass Erfahrungen aus der Praxis stärker in Verwaltung und Gesetzgebung einbezogen werden? 

Die durchschnittlich 22 prüfenden Institutionen in Pflegeeinrichtungen binden erhebliche personelle Ressourcen, die in der direkten Versorgung fehlen und die ohnehin angespannte Personalsituation verschärfen. Daher seien eine deutliche Reduzierung und bessere Koordination der Prüfprozesse erforderlich, um die Versorgungssicherheit nicht weiter zu gefährden. Politik und Verwaltung müssten mutiger entscheiden, sich moderner aufstellen und digitale Chancen nutzen. Unternehmerische Entscheidungen erforderten einen Planungshorizont von mindestens drei bis sechs Monaten. Über 50 unterschiedliche Berufe wirken heute in der Altenpflege zusammen. Der klare Appell des Vorstands: Hört der Praxis zu – und habt Vertrauen in unternehmerisches Handeln! Weitere Termine wurden vereinbart.