News der bpa.Landesgruppe Sachsen

Sächsischer Unternehmerpreis 2026

bpa-Mitgliedseinrichtung unter den Bewerbern

Pflege, Unternehmergeist und regionale Verantwortung: Mit diesem Dreiklang hat sich der Pflegedienst Bianka Schädlich, bpa-Mitglied aus Oberlungwitz, am Wettbewerb um den Sächsischen Unternehmerpreis 2026 beteiligt. Auch wenn der Preis am 8. Mai an einen anderen der 50 Kandidaten verliehen wurde, überzeugte der Pflegedienst Bianka Schädlich im Wettbewerb mit einem starken unternehmerischen Profil. 

Der wichtigste Wirtschaftspreis des Freistaats wurde in diesem Jahr zum 21. Mal vergeben. Ausgezeichnet werden dabei Unternehmerpersönlichkeiten, die ihr Unternehmen in Sachsen langfristig erfolgreich entwickeln, Innovation und Modernisierung vorantreiben und unter anderem Verantwortung für ihre Region übernehmen und ihre Transformationsfähigkeit ebenso unter Beweis stellen wie besondere unternehmerische Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr. 

Unter dem Motto „Aegroti salus suprema lex – Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz“ ist der Pflegedienst der Eheleute Bianka und Mario Schädlich   bereits seit 20 Jahren in Oberlungwitz im Landkreis Zwickau aktiv. In dem von Einheimischen liebevoll als „Lungsch“ bezeichneten Ort sind die 45 Mitarbeitenden des Familienunternehmens unter den rund 180 Patienten als „Lungscher Lieblingspfleger“ und „Lungsche Lieblingsschwester“ bekannt. 

Bianka Schädlich lernte ihren späteren Ehemann Mario 1995 im Krankenhaus Lichtenstein kennen. Sie war damals frisch ausgebildete Krankenschwester, er leistete dort seinen Zivildienst. Nach weiteren Ausbildungen gründete Bianka Schädlich im März 2006 den heutigen Pflegedienst. Mario Schädlich stieß einige Jahre später dazu und komplettierte das Familienunternehmen. 

2021 wurde mit dem Wohnprojekt „Alte Druckerei“ der neueste Unternehmenszweig gegründet. Das Angebot richtet sich an Erwachsene im jüngeren und mittleren Lebensalter, die infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung körperlich oder psychisch beeinträchtigt sind und nach der Akut- und Rehabilitationsphase mit unterstützender Begleitung den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben finden möchten. Familie Schädlich begreift das Wohnprojekt als sektorübergreifendes, neues und innovatives Angebot einer Wohn- und Versorgungsform der Eingliederungshilfe. 

Das Wohnprojekt stellt allen Bewohnenden eine eigene voll ausgestattete, barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnung zur Verfügung. Es verbindet Pflege-, Assistenz- und therapeutische Leistungen sowie das selbstbestimmte Wohnen ohne institutionelle Brüche oder lange Wege. Ein Therapieraum sowie die rollstuhlgerecht angelegte Parkanlage ermöglichen therapeutische Angebote im vertrauten Wohnumfeld. Der „Therapiegarten“ ergänzt das Konzept als barrierefreier Ort für Bewegung, Spaziergänge und Erholung im Freien. 

Mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage zur Schaffung der energetischen Unabhängigkeit hat bereits das nächste Projekt für die „Alte Druckerei“ begonnen. Darüber hinaus entwickelt sich das Familienunternehmen Schädlich auch in weiteren Bereichen kontinuierlich weiter. Mit der Gründung eines eigenen Taxi- und Mietwagenunternehmens soll der Transport von Menschen im Rollstuhl unabhängig und verlässlich sichergestellt werden können. Auch hier bleibt das Unternehmensmotto handlungsleitend: Neben dem Sachkundenachweis zur Personenbeförderung werden die künftigen Fahrerinnen und Fahrer pflegerisch geschult, sodass in Notfällen Erste Hilfe und pflegerische Unterstützung gewährleistet werden können. 

Damit zeigt das Familienunternehmen Schädlich, dass moderne Pflege weit über klassische Versorgungsstrukturen hinaus denken kann – immer mit dem Ziel, Menschen mit Unterstützungsbedarf mehr Selbstbestimmung, Sicherheit und Teilhabe zu ermöglichen. Und auch die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern: Bianka und Mario Schädlich werden bereits tatkräftig von ihren Kindern unterstützt. Die 15-jährigen Zwillinge Lara und Luca planen bereits die Krankenpflegeausbildung und verfolgen schon heute die Unternehmensentwicklung.