Doris Dalesch, Gründerin der gerontopsychiatrischen Einrichtung „Haus Doris“ in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg, hatte beschlossen, sich zum Jahresende nach 42 Jahren aus dem Betrieb zurückzuziehen. Ein Abschied aus dem Berufsleben, welcher für die 80-Jährige zugleich ein Abschied vom bpa ist – nach 42 Jahren der Treue zum bpa.
Aus diesem Grund hatte sie sich eine Urkunde mit der Zahl 42 gewünscht. Ein Wunsch, dem das bpa-Team im hohen Norden nur zu gerne nachgekommen ist. Einen ersten Termin zur Übergabe der Urkunde musste der bpa nur Stunden vorher krankheitsbedingt absagen – mit Folgen. Das Buffet und weitere Vorbereitungen waren umsonst gewesen und Doris Dalesch war schwer enttäuscht. So enttäuscht, dass sie sich mit einem Brief an den bpa wandte und deutlich machte, dass sie keinen Besuch und keine Urkunde mehr wolle. Zu den Zeiten des ehemaligen Leiters der bpa-Landesgeschäftsstelle Adolf Popall sei der bpa noch wie eine Familie und auch für die kleinen Einrichtungen da gewesen, heutzutage wohl nur noch für die Großen, so ihr Vorwurf.
Das konnte und wollte das bpa-Team in Kiel nicht so stehen lassen und überredete Doris Dalesch, es doch noch zu einer zumindest formlosen Urkundenübergabe zu empfangen. Und damit nicht genug, hatten Kay Oldörp und Verena Hansen auch noch einen Überraschungsgast dabei: Adolf Popall, inzwischen selbst im 85. Lebensjahr, hatte sich bereit erklärt, sie zu begleiten. Kay Oldörp dankte Adolf Popall dafür herzlich:
„Gemeinsam haben wir für eine echte Überraschung und eine bleibende Erinnerung gesorgt.“
Die Facheinrichtung für Gerontopsychiatrie mit dem Schwerpunkt Demenzerkrankungen mit 24 Plätzen bleibt in Familienbesitz und wird jetzt von Christina Rickert, der Tochter von Doris Dalesch, geführt. Sie ist weiterhin Mitglied des bpa.
