Am 20. September 2026 wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Mit wohlklingenden Programmen ziehen die Parteien in die Wahl; sie werden auch die Grundlage für einen später auszuhandelnden Koalitionsvertrag. Doch wer plant was für die Pflege, wie ist das einzuordnen und was bedeuten diese Pläne für die pflegerische Versorgung und unsere Mitgliedsunternehmen im Land? Wir haben die vorliegenden Wahlprogramme entlang unserer fünf Kernbotschaften zur Landtagswahl durchleuchtet — Pflegeversorgung stabilisieren, zügige Sozialhilfebearbeitung, Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau und Digitalisierung sowie moderne Infrastruktur — und ordnen die Pläne ein.
Je Partei lesen Sie: „Was die Partei für die Pflege plant“ (Auszüge aus dem Wahlprogramm), „Unsere Einordnung“ und „Der bpa sagt“. Die Reihenfolge folgt der Größe — zunächst die Regierungsparteien, danach die übrigen antretenden Parteien.
Unser Gesamtbefund vorweg: Keine der antretenden Parteien legt ein rundes Konzept für die Pflege im Land vor. Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung sind quer durch die Programme anschlussfähig, oft nah an unseren Forderungen. An den entscheidenden Hebeln aber — der wirtschaftlichen Absicherung der Einrichtungen und der zügigen Bearbeitung der Hilfe zur Pflege — bleibt es überall zu vage; und wo eine Investitionsförderung zugesagt wird, entscheidet die Ausgestaltung darüber, ob sie entlastet oder zur Fessel wird. Wie die einzelnen Parteien zu unseren fünf Kernbotschaften stehen, lesen Sie in ihrem jeweiligen Abschnitt.
